Eröffnung der Plakatausstellung „Iserlohn – gegen Messer, Waffen und Gewalt!“ Sieger-Entwürfe aus Iserlohn und der ungarischen Partnerstadt Nyíregyháza ausgezeichnet
Iserlohn. "Iserlohn – gegen Messer, Waffen und Gewalt" lautet das Motto der diesjährigen Plakatkampagne von Jugendschutz und Ordnungsamt der Stadt Iserlohn in Kooperation mit dem Berufskolleg des Märkischen Kreises in Iserlohn, Fachbereich Gestaltung. Dabei beteiligte sich in diesem Jahr auch wieder das Kunstgymnasium aus der ungarischen Partnerstadt Nyíregyháza an dem Projekt.
Während Schülerinnen und Schüler des Iserlohner Berufskollegs aus den Klassen zur gestaltungstechnischen Assistenz mit dem Schwerpunkt Grafikdesign und Objektdesign unter der Klassenleitung von Diana Wilke und Holger Albertini rund 70 Plakatentwürfe zum Thema erarbeiteten, reichten die Jugendlichen aus Nyíregyháza weitere 25 Entwürfe ein.
Bild: (v.l.n.r.) Alina Mayer, Jörg Simon vom erzieherischen Jugendschutz, Preisträger Azad Schultz, Daniela Bischof-Kreutzer und Kerstin Bathe für das Partnerschaftskomitee Nyíregyháza sowie Heinz Balkenhoff, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Iserlohn. Foto:Stadt Iserlohn / Pressestelle
Nachdem eine Jury aus Jugendarbeit, Ordnungsamt und Pressestelle der Stadt Iserlohn den besten Plakatentwurf aus Iserlohn bzw. aus Ungarn bewertet hat, wurden diese nun gemeinsam mit allen weiteren Plakaten der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Eröffnung der Plakatausstellung "Iserlohn – gegen Messer, Waffen und Gewalt" fand am Dienstag, 9. Juni, um 13.30 Uhr in der Reformierten Kirche im Beisein von rund 100 Besucherinnen und Besuchern statt.
Nach einleitenden Worten von Jörg Simon vom erzieherischen Jugendschutz der Stadt Iserlohn, eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Heinz Balkenhoff die Ausstellung und würdigte insbesondere das kreative und gesellschaftliche Engagement der beteiligten Jugendlichen.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden zwei Siegerplakate ausgezeichnet – jeweils eines aus Iserlohn und eines aus Nyíregyháza.
Das Iserlohner Siegerplakat, entworfen von Azad Schultz, Schüler der Klasse GTA 1A sowie das ungarische Gewinnerplakat von Lili Bártfai, Schülerin des ungarischen Kunstgymnasiums, wurden mit einem Preisgeld von jeweils 400 Euro prämiert.
Das prämierte Iserlohner Plakat zeigt die Headline "Ein Stich zerstört viele Leben" und verdeutlicht mit einer eindrucksvollen Domino-Metapher die weitreichenden Folgen von Messergewalt, dass eine einzige Tat zahlreiche Menschen und Schicksale treffen kann. Der ungarische Siegerentwurf stellt dem Symbol eines Messers die Form eines gebrochenen Herzens gegenüber und thematisiert die zerstörerischen Auswirkungen von Gewalt auf zwischenmenschliche Beziehungen und das gesellschaftliche Miteinander.
"Die Plakate zeigen eindrucksvoll, wie intensiv, vielfältig und auch unterschiedlich sich junge Menschen mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Die Arbeiten vermitteln starke Botschaften gegen Gewalt und setzen gleichzeitig ein sichtbares Zeichen für Verantwortung, Respekt und ein friedliches Miteinander", betont Jörg Simon vom erzieherischen Jugendschutz der Stadt Iserlohn.
Die Plakatausstellung kann noch bis zum 23. Juni zu den Öffnungszeiten der Reformierten Kirche (montags bis samstags 11 bis 13 Uhr und dienstags bis freitags 16 bis 18 Uhr) besichtigt werden. Aufgrund ihrer zentralen Lage mitten in der Innenstadt bietet die Kirche insbesondere an Markttagen mittwochs und samstags eine gute Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen.
Ab dem 22. Juni wird der Siegerentwurf auf 75 DIN-A1-Plakatreitern der Städtewerbung Schnelle zwei Wochen im öffentlichen Raum präsentiert. Ab Juli werden vier Plakatcollagen der ungarischen Entwürfe auf zwei doppelseitigen Großwerbeflächen im Format 3 x 2 Meter zu sehen sein. Wer noch mehr Plakatentwürfe im Bildformat bestaunen möchte, kann ab Juli beim Jugendamt im Stadthaus am Westertor vorbeischauen – hier werden zahlreiche weitere Entwürfe ausgestellt.
Die Plakatkampagne hat in Iserlohn mittlerweile eine lange Tradition. Bereits im April 2009 wurde erstmals ein Siegerplakat zum damaligen Thema "Komasaufen" ausgewählt. Seitdem greifen die jährlich wechselnden Kampagnen aktuelle jugendschutz- und ordnungsrelevante Fragestellungen auf, die von den Schülerinnen und Schülern kreativ und kritisch bearbeitet werden. Dabei sorgen das Projekt und die Plakatentwürfe immer wieder auch für überregionales Interesse – von Südwestfalen über Nyíregyháza bis in die Hauptstadt Berlin.
