Messe in Iserlohn setzt Impulse für Unternehmen und Betroffene
Iserlohn. Unter dem Motto "Arbeit für alle. Arbeitsplätze erhalten, gewinnen und erleben" lud das Netzwerk "Inklusion und Arbeit in Iserlohn und Umgebung" am 21. Mai zum zweiten Mal zur Inklusionsmesse in das Parktheater Iserlohn ein. Zahlreiche Aussteller präsentierten ihre Angebote und Unterstützungsleistungen. Ergänzt wurde das Programm durch verschiedene Impulsvorträge.
Bild: Von der Stadt Iserlohn waren (v.l.) Sabine Hinterberger, Adela Ledinic, Petra Grieger, Hinrich Riemann, Carmen Malkus sowie Melani Schmitz (nicht auf dem Foto) auf der Inklusionsmesse im Parktheater vertreten. Foto: Stadt Iserlohn
Landrat Ralf Schwarzkopf eröffnete die Messe gemeinsam mit Dr. Ralf Geruschkat (Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen), Özgür Gökce (Geschäftsführer des Märkischen Arbeitgeberverbandes) und Markus Märtens (Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft MK). Zudem begrüßte Karsten Meininghaus (Erster stellv. Bürgermeister der Stadt Iserlohn) alle Mitwirkenden und Gäste. Als Schirmherr hob der Landrat Schwarzkopf insbesondere die Bedeutung der Messe für den Märkischen Kreis hervor:
"Inklusion ist weit mehr als eine soziale Aufgabe. Sie ist ein Gewinn für unseren Arbeitsmarkt. Wenn wir Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven gleiche Chancen eröffnen, stärken wir nicht nur ihre Teilhabe, sondern auch unsere Unternehmen und unsere gesamte Region."
Anschließend folgte ein informativer Messerundgang, der Unternehmen, Institutionen und Interessierten die Möglichkeit bot, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über konkrete Wege zu mehr Inklusion in der Arbeitswelt auszutauschen. Die Stadt Iserlohn war mit vier eigenen Informationsangeboten vor Ort vertreten. Präsentiert wurden Aktivitäten zum Übergang von der Schule in den Beruf, die Vielfalt der Ausbildungsberufe und Möglichkeiten für ein Praktikum, Angebote für die Teilnahme an einem Integrationslehrgang und für einen Bundesfreiwilligendienst sowie die Aufgaben und Hilfen des Beirates für Inklusion.
Die Offenheit für weitere Mitwirkende im regionalen Netzwerk stellt Hinrich Riemann vom Übergangsmanagement Schule und Beruf als Netzwerkkoordinator heraus. Er lädt weitere Unternehmen und Hilfeanbietende herzlich zur Mitarbeit ein.
Unter dem Titel #WirsindErmöglicher informierte auch die Kommunale Koordinierungsstelle "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) gemeinsam mit Netzwerkpartnern über Unterstützungsangebote für Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf beim Übergang von der Schule in den Beruf. Ziel ist es, Unternehmen im Märkischen Kreis dafür zu gewinnen, jungen Menschen mit erschwerten Startbedingungen, etwa aufgrund eines Förderbedarfs, psychischer Beeinträchtigungen, eines Migrationshintergrundes oder eines schwachen Schulabschlusses, Praktika und Ausbildungsplätze anzubieten. "Es gibt viele tolle junge Menschen, die nur auf eine Chance warten, ihr Talent zu zeigen", erzählte Karina Schiweck von der Kommunalen Koordinierungsstelle KAoA vor Ort. "Wir freuen uns über die positive Resonanz und darüber, dass sich die Unternehmen aus der Region mit diesem Thema auseinandersetzen."
Was Inklusion auf dem Arbeitsmarkt bedeutet und wie Unternehmen diese praktisch umsetzen können, wurde in den angebotenen Impulsvorträgen vertieft. Dabei gab es praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Themenfelder. Die Referentinnen und Referenten zeigten unter anderem auf, wie Unternehmen durch inklusive Beschäftigung neue Fachkräfte gewinnen können und welche Voraussetzungen für einen gelungenen Einstieg in den Betrieb wichtig sind. Weitere Vorträge beschäftigten sich mit der Gründung von Inklusionsabteilungen, der Schwerbehindertenarbeit in Industrieunternehmen sowie mit konkreten Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Betroffene und Arbeitgeber. Auch Hilfen für Menschen aus dem Autismus-Spektrum und individuelle Begleitmöglichkeiten im Berufsalltag wurden vorgestellt. Ziel der Beiträge war es, Unkenntnis oder Hemmschwellen abzubauen, Chancen sichtbar zu machen und konkrete Förderangebote für Unternehmen, Beschäftigte und Betroffene aufzuzeigen.
Gemeinsames Ziel aller Netzwerkbeteiligten ist es, mehr Menschen in Beschäftigung und Ausbildung zu bringen und vorhandene Potenziale und Talente zu nutzen. Inklusion bietet große Chancen und ist ein Gewinn für alle, für Unternehmen und Menschen mit Beeinträchtigungen.
Herausgestellt wurde von allen Geschäftsführenden der Arbeitgeberverbände, dass die Förderung der Inklusion einen wichtigen Beitrag dazu leistet, den Arbeits- und Fachkräftebedarf künftig sicherstellen zu können. Eine gute und enge Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein, um den Arbeitsmarkt im Märkischen Kreis langfristig zu stärken und inklusiver zu gestalten.
Wer sich im Netzwerk "Inklusion und Arbeit in Iserlohn und Umgebung" engagieren möchte, kann sich bei Hinrich Riemann melden: telefonisch unter 02371 217-2079 oder per E-Mail an
